Verein der Hundefreunde Niefern e.V.


Agility

(Wendigkeit, Flinkheit) ist eine Hundesportart aus England für Hund und Mensch. Im Vordergrund steht die Bewältigung eines Hindernisparcours. In den 80er Jahren kam diese Sportart auch nach Deutschland. Heute gehört Agility zu den etablierten, modernen Hundesportarten und wird von sehr vielen Vereinen angeboten, Tendenz steigend.



Mittlerweile gibt es auch deutschlandweit zahlreiche Wettkämpfe - von "kleineren" Vereinsmeisterschaften über die Europameisterschaft bis hin zu Agility-Weltmeisterschaften verschiedener Organisationen: IFCS, IMCA und FCI (letztere ausschließlich für Rassehunde mit FCI-Papieren) bzw. Agility-World-Cup und European Open, wo auch Mischlinge starten dürfen.Diese temporeiche Hundesportart erfreut sich weltweit immer größerer Beliebtheit und verlangt Hund und Mensch einiges an Geschick und Teamarbeit ab.
Der Hund durchläuft dabei einen Parcours, der zusammengestellt ist aus bis zu zwanzig verschiedenen Hindernissen. Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem A-Lauf, bei dem es außer einfachen Sprunghürden auch Kontaktzonengeräte (Wippe, A-Wand, Laufsteg) gibt, und dem Jumping, bei dem die Kontaktzonengeräte fehlen und das Team (Hund + Führer) die "üblichen" Geräte wie Tunnel, Weitsprung und Slalom in vorgegebener Reihenfolge schnellstmöglich und fehlerfrei bewältigen muss.
Es wird in 3 Größenklassen und 3 Leistungsklassen gestartet. Die Einteilung der Hunde in die Größenklassen Mini, Medium und Maxi richten sich nach der Schulterhöhe der Hunde. Die 3 Leistungsklassen heissen A1, A2 und A3. In A1 dürfen alle Hunde ab 18 Monate und mit erfolgreich abgelegter BH Prüfung starten. Für die Klassen 2 und 3 muss man sich jeweils mit 3 platzierten V0 qualifizieren.
Zusätzlich gibt es noch die Leistungsklasse A0, in der man allerdings nicht aufsteigen kann und die Turnierergebnisse werden auch nicht in die Leistungsurkunde eingetragen. In dieser Klasse stehen der Slalom und die Wippe noch nicht. Für Hunde ab 6 Jahren gibt es eine Senioren Leistungsklasse. Hierbei sind die Sprünge niedriger, die A-Wand flacher und es gibt keinen Slalom mehr. Wenn ein Hund einmal in der Seniorenklasse gestartet ist, kann er nicht mehr in seine frühere LK zurückkehren. (Gilt für Deutschland)



Geeignet sind für diesen Sport die meisten Hunde. Sehr große Hunde sind allerdings selten, einerseits aus gesundheitlichen Gründen, andererseits weil sie in Wettbewerben eher chancenlos sind.
In der Klasse Large sieht man sehr oft Border Collies und Belgische Schäferhunde. In den Klassen Small und Medium dominieren häufig die Shelties und Jack Russel Terrier.
Die Hunde müssen über einen guten Grundgehorsam verfügen und dürfen keine Schädigungen des Bewegungsapparates aufweisen.
Das wichtigste ist die sportliche Aktivität beim Agility. Daher muss sicher sein, dass der Hund gesund ist und nicht überfordert wird. Agility ist für den Hund Hochleistungssport. Der Spaß für Mensch und Hund ist aber eben so wichtig, denn ohne den kommt kein Team weit



Folgende Hindernisse stehen in einem Agilityparcours nach dem FCI Reglement:
Sprung-Hindernisse, die übersprungen bzw. durchsprungen werden müssen. Dazu gehören: Stangenhürden, Besenhürden, Mauern, Weitsprung, Reifen, Kontaktzonengeräte, die überlaufen werden müssen. Wichtig die gekennzeichneten Bereiche (Kontaktzonen) im Anfang und Endbereich des Gerätes, auf denen sich mindestens eine Pfote des Hundes wieder finden muss. Dazu gehören: Steg, Wippe und die A-Wand
Zu der Familie der Tunnel, die es zu durchlaufen gilt, gehören derStofftunnel oder Sacktunnel und der feste Tunnel (lang und kurz).
Sondergeräte, wie der Tisch, auf dem der Hund für eine bestimmte Zeit verharren muss, bis es wieder weitergeht. Wie lange der Hund auf dem Tisch ausharren muss, bestimmt letztendlich der Prüfer.
Und nicht zu vergessen, der Slalom mit maximal 12 Stangen, durch die der Hund in einer bestimmen Richtung fädeln muss. Gestartet wird mit der Slalomstange, die sich neben der linken Hundeschulter befindet. Der Slalom ist für viele Hunde das schwerste Gerät und beansprucht die meiste Übungszeit. Häufig treten die Fehler beim Einfädeln und Ausfädeln auf.



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